Ich habe dich gegoogelt …
... und du bist unwichtig, aber deshalb musst du nicht weinen 

Stückentwicklung
Diplominszenierung

 

mit Philipp Auer
  Jakob D’Aprile
  Philip Leonhard Kelz
  Anna Marboe
  Rachel Müller
  Emilia Rupperti
  Thomas Schrenk
  Lisa-Maria Sommerfeld
  Julian Waldner
   
Regie Anna Marboe
Ausstattung Thomas Schrenk
Licht Gerhard Fischer
Sounddesign David Lipp
Regieassistenz Rachel Müller
Inspizienz Lukas Michelitsch


Termine
Mi 20. März 2019 | Premiere
Do 21. | Fr 22. | Sa 23. März 2019
Beginn: jew. 19.30 Uhr

Aufführungsort
Neue Studiobühne im Max Reinhardt Seminar
Penzinger Straße 7 | 1140 Wien

Karten
Bestellung per E-Mail
oder Tel: 01 - 711 55 - 2802
Eintritt: freie Spende
 

Wir stehen hier, erneut, vor einer Tabula Rasa.

Was auch immer das heißt, denn ist die Tabula Rasa noch eine Tabula Rasa, wenn sie schon einen Namen hat? Dass wir geboren wurden ist eine Zeit her, und wer wir sind oder werden ist nicht mehr nichts und immer noch fast alles. Aber hier ist sie, die leere Bühne, das weiße Papier. Das Theater ermöglicht es mir, ermöglicht es uns, Gesellschaft, Konventionen, ja sogar das Gesetz in weiten Teilen zu missachten, und auf einer Tabula Rasa zu schreiben, mit Buchstaben, die wir sind.

Das Theater als nahezu uneingeschränkter Möglichkeitsraum, Wunschraum. Aber was es ist, das wir wollen, das wir uns wünschen, das wir machen würden wenn wir könnten, mit und abseits der Bühne, was wollen wir, was wünschen wir uns und was ist ein Wunsch?

Das ist das Land der begrenzten Unmöglichkeiten,
wir können Pferde ohne Beine rückwärts reiten
wir können alles was zu eng ist mit dem Schlagbohrer weiten,
wir können glücklich sein und trotzdem Konzerne leiten. *

Auf der Suche nach dem wunschlosen Glück stellt sich die Frage, ob Wunschlosigkeit nicht immer Unglück bedeutet.

Zu Weihnachten sitzen wir, unsere Kinder oder kleinen Geschwister, je nach Entwicklungsstand, vor einem leeren Blatt Papier, und füllen es mit Dingen, von denen wir meinen dass sie uns fehlen.

In Leipzig steht ein Baum, und da hängen bunte Zettel, mit Dingen, von denen wir vor einem Jahr dachten, dass wir sie wollen.

Morgen ist ein Tag, den wir so leben wollen, dass wir sagen können, er qualifiziert als nähestmögliche Erfüllung des Wunsches nach einer vielversprechenden Zukunft.

Wir sitzen hier, schreiben an einem Ankündigungstext statt an einem Brief ans Christkind, und wünschen uns einen inspirierten und inspirierenden 20. März.

* Text: Wir müssen nur wollen, wir sind Helden