Insektarium

Gert Jonke

Vordiplominszenierung von Fritzi Wartenberg

 

Es spielen Sebastian Egger  
  Johanna Mahaffy  
  Tilman Tuppy  
     
Regie Fritzi Wartenberg  
Bühnenbild Joseph Eckhardt  
Kostüme Julian Schock  
Licht Ralf Sternberg  
Musik

Sarah Maria Dragovic

 
Sounddesign Bernhard Eder  
Kostümassistenz    Felix Schmidt  
Fotos Lalo Jodlbauer  
Inspizienz Tim Zielke  
Maske Franziska Wartenberg  

 

Termine
Von 8. bis zum 15. Oktober 2021 besteht die Möglichkeit, eine Filmversion der Produktion auf dieser Seite per Streaming abzurufen.

Aufführungsort
Alte Studiobühne im Max Reinhardt Seminar
Penzinger Straße 7 | 1140 Wien

 

ER kann mit seiner Stimme die Vogelschwärme im Himmel steuern, SIE verschenkt einen Teil ihrer Identität an eine Stubenfliege, ein unglückliches Zimmer verliebt sich in seinen Bewohner und ein Dichter vergisst von einer Sekunde auf die andere seinen eigenen Namen. 

Gert Jonke schafft mit seinem Insektarium ein Kaleidoskop verschiedener Realitäten. Wie der Kurator eines Kuriositätenkabinetts entwirft er eine Sammlung rätselhafter Geschichten. Zwar sind sie alle in ihrem Ursprung vereint - im Universum der Unmöglichkeit - gleichzeitig stehen sie sich vermeintlich zusammenhangslos gegenüber, sie schließen sich aus, machen sich gegenseitig sogar unvorstellbar. Und doch wirkt es, als verbinde diese Geschichten ein filigranes Band: Die Sehnsucht danach, mit der Wirklichkeit tabula rasa zu machen. Die Gesetze der Logik zu verwerfen, die gesellschaftlichen Codes neu zu programmieren. In dieses Netz der Realitäten, das sich im Laufe des Stücks immer fester spinnt, scheint eine Frage eingewoben zu sein: „Was, wenn nichts ist, wie es ist?“ Nach und nach eröffnet sich an dieser Schnittstelle ein Raum der Möglichkeiten, die Welt, und alles was sie beinhaltet, neu zu bewerten. Kurz gesagt: Im Insektarium der Wirklichkeiten regiert Fantasie über Rationalität.

 

© Lalo Jodlbauer

 

Aus diesem rauschenden Flüstern könntest du all das atemberaubend Erlösende beantwortet bekommen, wonach du nie gefragt haben kannst. Es sind dies konjunktivische Nachrichten aus der hypothetischen Zirbeldrüse der Milchstraße. Du müsstest sie nur in den Indikativ verwandeln, und schon sind sie geschehen. Diese Mauerschauer hast auch du auf deiner Haut, denn was dir nie zu dir einfiele, erfährst du, wenn du tief genug in dich horchst, bis du aus deiner Haut fährst.