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JEDERMANN für junges Publikum

JEDERMANN für junges Publikum
Michael Sturminger, Alexandra Althoff, Ralf Rangnick, Jakob Leanda Wernisch, Foto © Kurt Vierthaler

Auf Initiative des ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick wird im September 2027 in der Regie von Michael Sturminger und Jakob Leanda Wernisch eine neue Interpretation des Jedermann-Stoffs für junges Publikum entstehen.

Auf den Spuren von Max Reinhardt und Hugo von Hofmannsthal: Das Max Reinhardt Seminar rückt ins Zentrum eines ungewöhnlichen Großprojekts, denn Regisseur Michael Sturminger, der selbst den JEDERMANN von 2017 bis 2023 bei den Salzburger Festspielen inszeniert hat, entwickelt gemeinsam mit seinem Co-Regisseur Jakob Leanda Wernisch JEDERMENSCH. In zentralen Rollen mit dabei sind Schauspiel-Studierende des Seminars. Bereits diesen Sommer wurden in einem Workshop unter Leitung von Michael Sturminger, Alexandra Althoff und Jakob Leanda Wernisch im Schloss Leopoldkron neue Zugriffe auf den klassischen Stoff erarbeitet haben.


Die Gruppe der Studierenden im Schloss Leopoldskron
Beim Workshop im Schloss Leopoldskron: Jakob Leanda Wernisch, Luis Löwenstein, Alina Kesselbacher, Tim Habe, Elena Pfeiler, Michael Sturminger, Kaspar Maier, Nikolas Lajos Kendi, Noëmi Duong, Caroline Szivak, Klaudia Sobota, Foto © Alexandra Althoff
Die Aufgabe, ein junges Publikum für einen so ikonischen und gleichzeitig zeitgebundenen Text wie den „Jedermann“ zu begeistern, ist eine Herausforderung. Ziel ist es herauszufinden, welche Figuren, Vorgänge und Themen des Originals ein jugendliches Publikum interessieren und faszinieren können. Die Ergebnisse des Workshops, der mit freundlicher Unterstützung von Salzburg Global im Schloss Leopoldskron stattfand, sind Grundlage und Ausgangspunkt für die Stückentwicklung von Michael Sturminger und Jakob Leanda Wernisch.

Im Sommer 2027 werden auch Salzburger Kindern und Jugendlichen eingeladen, ihre eigene Sprache und Ausdrucksformen in die Inszenierung einzubringen. Ziel ist eine Übertragung, die Hofmannsthals Kernfragen ins Hier und Jetzt versetzt: Wie wollen wir leben, wofür stehen wir ein?

Premierenort in Salzburg ist ein riesiges Zirkuszelt im Volksgarten – eine bewusste Reminiszenz an die Uraufführung 1911 im Zirkus Schumann. Der Premierentermin am 16. September 2027 liegt nach Schulbeginn, um Kooperationen mit Schulen und geplante Feriencamps zu ermöglichen. Die Salzburger Festspiele haben Unterstützung zugesagt. Möglich macht das Projekt Ralf Rangnick, dessen Stiftung seit Jahren Bildungs- und Kulturinitiativen für benachteiligte Kinder fördert.

„Eigentlich geht es ja für mich beim JEDERMANN ums Leben und nicht ums Sterben. Es geht darum, frühzeitig zu erkennen, worum es im Leben eigentlich geht und worauf man achten sollte. Und dass man, selbst wenn man viel Geld hat, deswegen nicht egoistisch sein muss, sondern auch für andere da sein kann. Das ist die Botschaft, die im Moment sowohl in Österreich als auch in Deutschland etwas schwierig zu vermitteln ist. Aber nur so kann Demokratie funktionieren!“, erklärt Ralf Rangnick seine Beweggründe für einen neuen Blick auf das Gründungsstück der Salzburger Festspiele.