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Johanna Wokalek

Scene Study

Johanna Wokalek
Foto © Pascal Bünning

Johanna Wokalek gehört zu den renommiertesten deutschen Theater- und Filmschauspielerinnen. Sie studierte am Max Reinhardt Seminar und war nach einem ersten Engagement am Schauspiel Bonn von 2000-2015 festes Ensemblemitglied des Burgtheaters wurde. Unter Regisseur*innen, wie zum Beispiel Andrea Breth, Luc Bondy, Peter Zadek, Alvis Hermanis, spielte sie zahlreiche Rollen in klassischen Dramen sowie Figuren zeitgenössischer Texte (z.B. die Emilia in Lessings „Emilia Galotti“, Nina in Anton Tschechows „Die Möwe“, das Käthchen in Heinrich von Kleists „Käthchen von Heilbronn“, Königin Elisabeth in Friedrich Schillers „Don Carlos“, Texte von Botho Strauss, Neil LaBute, Daniel Charms, Elfride Jelinek u.a.).

Johanna Wokalek bewegt sich in ihrer Arbeit gerne auf der Schnittstelle zwischen Sprache, Tanz und Musik/Gesang. Sie wirkte in mehreren Musiktheaterproduktionen mit (u.a. „Charlotte Salomon“ bei den Salzburger Festspielen, „A Quiet Place“ an der Opéra Garnier in Paris, „Jeanne d’Arc au bûcher“ an der Oper Frankfurt), trat zusammen mit den Tänzer*innen des Tanztheaters Wuppertal 2019 und 2020 in zwei Pina Bausch-Produktionen auf und fand auch 2023 im Berliner Ensemble im Rahmen der Produktion „Ich hab‘ die Nacht geträumet“ von Andrea Breth für ihr Spiel wieder eine Ausdrucksform zwischen Körpersprache, Sprechtext und Chanson.

Ihren Durchbruch auf der Kinoleinwand hatte Johanna Wokalek 2003 mit „Hierankl“ (Bayerischer Filmpreis, Grimme Preis). Es folgten eine Vielzahl an viel beachteten Kinoprojekten, wie u.a. „Nordwand“, „Der Baader Meinhof Komplex“ (Bambi, Nominierung Deutscher Filmpreis, Oscar-Nominierung für den besten ausländischen Film), „Die Päpstin“ oder „Die Deutschstunde“. 2021 wurde sie für ihre Darstellung in der Komödie „Beckenrandsheriff“ (Regie: Marcus H. Rosenmüller) erneut mit dem Bayerischen Filmpreis geehrt. Mit „Sisi & ich“ (Regie: Frauke Finsterwalder) feierte sie 2023 auf der Berlinale und 2025 mit „Milch ins Feuer“ (Regie: Justine Bauer) auf dem Filmfest München Weltpremieren. Seit 2023 ist sie die Ermittlerin Cris Blohm im Münchner „Polizeiruf 110“. Die Elfriede Jelinek Adaption „Liebhaberinnen“ der Regisseurin Koxi feierte auf der Berlinale 2026 Premiere und startet im Oktober in den Kinos.

Seit September 2025 ist Johanna Wokalek festes Ensemblemitglied des Volkstheater Wien.