Klaudia Sobota im Literaturhaus Wien
Lesung aus dem Roman „Liebe der Armen“ von Stefan Tafler – im Rahmen der Jahresveranstaltung der Gesellschaft der Freunde der Österreichischen Exilbibliothek am 18.03.
Stefan Taflers Roman spielt 1914 in einem Zinshaus in Wien-Josefstadt. Er erzählt von den prekären Verhältnissen, in denen drei Familien ihr Überleben zu sichern versuchen. Während die Söhne ihren passiven Vätern in die Trunksucht folgen, hoffen die Töchter, den sozialen Aufstieg durch eine „gute Partie“ zu schaffen. Das Leben der Armen: ein Überleben, immer auf der Suche nach Arbeit und Geld. Die Liebe der Armen: dem sehr ähnlich. „Liebe der Armen“ wurde erstmals 1931 veröffentlicht und mit anderen Werken des 1886 in Wien geborenen Autors und Journalisten von den Nationalsozialisten verboten. Als Jude und Linker verfolgt, floh er 1939 nach Paris und konnte trotz internationaler Bemühungen um ein Ausreisevisum nicht gerettet werden. 1942 wurde er deportiert und in Auschwitz ermordet.
Maik Baumgärtner, Journalist (u. a. für Der Spiegel) mit einem Schwerpunkt auf Rechtsextremismus und politischen Geschichtsthemen, hat den Roman wiederentdeckt und im Milena Verlag mit einem Nachwort herausgegeben. Er präsentiert das Werk von Stefan Tafler in einem Gespräch, moderiert von Ursula Seeber (Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde der Österreichischen Exilbibliothek). Klaudia Sobota liest Passagen aus dem Buch.
Im Rahmen der Jahresveranstaltung der Gesellschaft der Freunde der Österreichischen Exilbibliothek
Präsentation und Gespräch: Maik Baumgärtner
Moderation und Gespräch: Ursula Seeber
Lesung: Klaudia Sobota