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DÜVAL UND CHARMILLE

DÜVAL UND CHARMILLE
Artwork © Tina Knoll

Von einem Frauenzimmer von Christiane Karoline Schlegel In Reaktion auf einen 1777 in Dresden verübten Femizid schreibt Christiane Karoline Schlegel das Kammerspiel Düval und Charmille. Trotz der zeitnahen Veröffentlichung 1778 findet die Uraufführung erst 2023 unter dem Titel „Von einem Frauenzimmer“ am Schauspielhaus Graz statt. Schlegel erzählt die unerwartete und doch tiefe Freundschaft einer Frau mit der Affäre ihres gewaltsamen Mannes. So blickt Mariane von Düval auf die junge Mätresse Amalie mit Sorge und Eifersucht zugleich. Nachdem die verbotene Liebschaft von Amalie und Heinrich Düval publik wird, droht ihm, in die Ungnade des Fürsten zu fallen. Jakob Leanda Wernisch legt in seiner Inszenierung den Fokus auf die zwiespältige Solidarität zwischen Mariane und Amalie und damit auf den Umgang mit einer fremd gewordenen Person wie Heinrich von Düval, den Schlegel als brutalen Egomanen darstellt. Das Geschehen wird durch musikalische Fragmente aus der Entstehungszeit des Textes begleitet.
Flötistinnen: Brina Unuk, Kathrin Waldner (Teilnehmende der isa – Internationale Sommerakademie der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) Regie + Ausstattung: Jakob Leanda Wernisch Kostümbetreuung: Sabine Ebner Licht: Ralf Sternberg Ton: A/V-Abteilung der mdw
Mit: Vivienne Causemann, Antonie Lawrenz